Rita Rosen

 

 

Dr. Rita Rosen, Schriftstellerin

lebt heute in Wiesbaden

 

Kurz-Vita

Sie ist emeritierte Professorin und Kulturbeauftragte der Hochschule RheinMain. Dort leitete sie mehrere Jahre eine „Schreibwerkstatt“ deren Texte veröffentlicht wurden. Sie schreibt Gedichte, Kurzgeschichten und Haiku. Einige ihrer Haiku wurden veröffentlicht in Anthologien und Zeitschriften, so auch in Japan. Einzelausgaben von Haiku Sammlungen liegen ebenfalls vor. Zur Zeit schreibt sie bevorzugt Dialekthaiku. Eine Neuerscheinung von Haiku im Eifeler Dialekt liegt vor.

Ein Interview mit Rita Rosen zum Thema „Haiku“:

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung der Deutschen Haiku Gesellschaft vom 05.-07. Juni 2015 in Wiesbaden gab Rita Rosen dem Wiesbadener Kurier ein Interview zum Thema „Haiku“ und zum Schreiben von Haiku. Unter der Überschrift „Den Kimono auslüften …“ erschien es am 03. Juni 2015 im Wiesbadener Kurier und ist hier nachzulesen.
 

Veröffentlichungen

Nah und Fern – Gedichte edition 6065 Wiesbaden 2008

Tautropfen – Haiku in deutsch/englisch/französisch/spanisch/katalanisch
Selbstverlag Wiesbaden 2011

Hinterhofhaiku – Selbstverlag Wiesbaden 2013

Eefeljold – Eifelgold – Haiku im Eifeler Dialekt mit einer Übertragung ins Hochdeutsche
Engelsdorfer Verlag Leipzig 2014            

hier geht es zu einer Rezension dieses Bandes von Hartmut Fillhardt und hier zu einer Rezension von Claudia Brefeld, die auch im Sommergras 108 erschienen ist.

Eine weitere Rezension von Fritz Koenn – bekannter Mundartkenner und -schreiber des Eifeler Dialekts –  findet sich etwas weiter unten

Hrsg.: Haiku – Anthologie Haiku Kreis Wiesbaden
Veröffentlichungsreihe der Hochschule RheinMain 2013

Hrsg.: Dame mit Fächer – Erzählungen edition 6065 Wiesbaden 2011


Rezension „Eefelgold – Eifelgold“ von Fritz Koenn

Sehr geehrte Frau Dr. Rosen,

Ihr „Eefeljold/Eifelgold“-Buch liegt nun schon einige Wochen neben mir auf dem Schreibtisch – bereits mit einigen Spuren behaftet vom häufigen Öffnen und Blättern.

Mittlerweile gehört nämlich ein Blick an beliebiger Stelle Ihres bemerkenswerten Werkes zu meinem Tagesablauf.

Und ich bin immer wieder erstaunt über die unglaubliche Aussagekraft, welche den knappen, ja stichwortartigen Versen entströmt. Die frappierend zielgenaue Wortwahl tut dabei ein Übriges.

Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie nicht nur mich (und einige andere) an die Haiku-Kultur herangeführt haben, sondern auch, wie Freund Manni Lang treffend in seinem Grußwort vermerkt, die bisher bestehende Eifel-Literatur um eine außergewöhnliche Darstellungsform bereichert haben.

Ich finde, Sie sollten nach dem Erfolg Ihrer ersten Arbeit rasch einen zweiten Haiku-Band folgen lassen.

„Angedopt“ vom Klang Ihrer Verse und als eine fragwürdige Art von ehrlicher Anerkennung habe ich mir erlaubt, Ihnen den nachfolgenden stümperhaften Haiku-Versuch zu widmen:

Mädche üs dm Dörf
Professer jar onn Dokter
kann noch prächtich Platt…

Mit herzlichen Grüßen nach Wiesbaden und den besten Wünschen fürs „Weitermachen“
grüßt Sie

Ihr Fritz Koenn

 


 

uese Jenster blöet
de Strüücher jlöen – lütter Jold
et es Eefeljold

unser Ginster blüht
die Sträucher glühn – lauter Gold
es ist Eifelgold

Blick aus dem Fenster
60. Stock
festhalten am Cocktailglas

Türme himmelhoch
Linien die Straßen
Ich – ein Punkt

Pause im Garten
auf geschlossenen Lidern
Sonnengekringel

die Blüten wirbelt
der Wind um den Lindenbaum
ein letzter Csárdás

in kahlen Ästen
erster warmer Sonnenstrahl
der Spatz plustert sich

Sternschnuppenregen
über dem dunklen Garten –
zu viele Wünsche

das Kalenderblatt
erinnert mich: Herbstanfang
ich reiß‘ es nicht ab


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