Mario Freingruber

geboren im Jahr 1959

in Wiener Neustadt (Österreich)

lebt heute in Wiener Neustadt (Österreich)

Kurz-Vita

Verheiratet, eine Tochter aus erster Ehe, Finanzbeamter. Verbringe meine Freizeit überwiegend mit meinem Islandpferd Ásgeir. Schreibe Haiku, Senryū, Tanka, Gedankenlyrik und Kurzgeschichten. Mitarbeit an der Anthologie „Jenseits des Flusses“ – Haiku-Sammlung japanischer und österreichischer AutorInnen, 1995. Haiku-Vertonungen durch Gabriele Pikesch und Helmut Pillweis. 1995 Förderungspreis für Literatur der Stadt Wiener Neustadt.

Veröffentlichungen

Haiku-Übersetzungen in japanischer, französischer, griechischer, kroatischer und polnischer Sprache. Enthalten in Anthologien im In- und Ausland, sowie im Internet.

„wortminiaturen“ – Lyrik, Eigenverlag, 1991;

„ich atme mich in deine geborgenheit – versteckte zuneigungen“ – Lyrik, Edition Va Bene, 1995; „funkelnder lockruf“ – Haiku, St. Georgs Press, 1995;

„wildgänse rufen“ – Haiku, St. Georgs Press, 1997.


unter dem kirschbaum

gekrümmt eine alte frau;

mit leeren augen

im thymianbett

ruht eine alte ziege;

zikadenlieder

vereinsamter strand;

nur noch der hund jagt seinen

eigenen schatten

sturm tobt um das haus;

eine einsame spur führt

durch den tiefen schnee

die sonne bricht durch –

auf dem rücken des pferdes

schmilzt langsam der schnee

nach langer dürre

fällt ergiebiger regen;

ein käfer ertrinkt

die wipfel raunen

vom drohenden schnee;

ein eichelhäher schreckt auf

einsames frühstück;

ihr gegenüber sitzt nur

die erinnerung

endgültig vorbei;

aus dem gequälten atem

friedvolle stille

leben am abgrund;

der nächsteschritt könnte die

erlösung bringen


  1 comment for “Mario Freingruber

  1. G.W.H. Rabl
    5. August 2015 at 16:02

    Sg. Herr Freingruber!
    Ich halte soeben ihre -handschriftlich sign. „wort-miniaturen“ in Händen, welches Sie im März 1991 an meine Mutter, Frau Gertraud Rabl übergaben.

    Ihre Gedankenlyrik spricht mich sehr an und darf ich daher, Ihnen meine Bewunderung zum Ausdruck bringen!

    Freundlichst
    G.W.H. Rabl

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