Hermann J. Mürmann

geboren im Jahr 1952

in Bochum

lebt heute in Nottuln

Kurz-Vita

Studium der Sozialarbeit, Psychologie und Pädagogik. Seit 1983 in freier Praxis als approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Schwerpunkt Psychotraumatologie. Seit 1979 Praxis des Zen in der Rinsei- und Soto Tradition und Zen in der Kunst des Bogenschießens. 1989 Gründung des Zendo „Dharma Do“ in Nottuln.

Veröffentlichungen

„Den letzten Apfel…“, Haiku und Kohlezeichnungen, Weiden, 2002;

„Aufrecht am Teiche…“, Haiku und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2005;

„Gleich einer Lilie“, Gedichte und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2009;

„Sternenstille“, Gedichte und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2010;

„Oliven ernten ist wie das Sammeln von Edelsteinen“, deutsch/italienisch, Nottuln, 2010;

„Der Shakuhachi Meister“, deutsch/japanisch, Nottuln, 2010.

Veröffentlichung von fünf Bilderbüchern.


Dem großen Buddha

hat auf den Kopf geschissen

die schwarze Amsel.

Verloren ging heut

unter weißer Schneedecke

Der Frühlingsanfang.

Sein Orangerot

wirft in das Novembergrau

das Pfaffenhütchen.

Tautropfen glitzernd

auf sonnigem grünen Moos –

Göttliches Lächeln.

Mit liebevoller Macht

wischt hinweg die Frühlingslust

des Winters Kahlheit.

Die Rose berührt

weder Geburt noch Tod

in diesem Sommer.

Die Vergänglichkeit

sich zeigt im Gesicht der Frau

Dahlien so frisch.

Ihr prachtvolles Kleid

trägt die Deuzinie erstmals

zum Kuckucksgesang.

Birkenblätter welk

Verstecken den Kiesweg ganz

Bambusbesenzeit.

Schon zeigen sich klar

im Todesfall der Blätter

Knospen lieblich zart.


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