In memoriam Dietlinde Heider

1943 – 2013

Dietlinde Heider erblickte das Licht der Welt in Wildenschwert und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Schwalmstadt (Oberhessen). Sie lebte in Kriftel bei Frankfurt (Main), wo sie in der Universitätsbibliothek Frankfurt (Main) ein ihren Neigungen entsprechendes, interessantes Betätigungsfeld (alte Handschriften, Inkunabeln) fand. Durch die in ihrer Kindheit in der Natur erfahrene Prägung wurde ein wichtiger Grundstein für ihr kreatives Schreiben und Malen gelegt. Ihre Naturerlebnisse bildeten den Urgrund ihres künstlerischen Schaffens, aus dem ihre Haiku entstanden.

Veröffentlichungen

„Rosenblätter im Licht“ – Kurzlyrik, Haiku/Senryu/Tanka – Gedanken zur Meditation

www.haikulinde.de


Klinikeingangstür –

Kletterrose voll erblüht –

Hoffnung rankt empor.

Wie Ton bist du in

den Händen deines Schicksals.

Manchmal gibt’s Scherben ….

Heimat finden in

den Träumen deines Lebens

Lustgärten bauen ……

Kleine Wegschnecke –

Haus und Hab‘ auf dem Rücken.

Nie ortsgebunden.

Gedämpfte Stille –

Milchig der Morgenhimmel –

Träge die Schritte.

Seelenwinterzeit –

Leben eine Eisfläche

Spuren eingeritzt.

Feuerrot brennt er,

der rote Mohn – begehrlich

schnell entflammt dein Herz

Nach Licht dürstende

Baumkronen, – doch die Wurzeln

liegen im Dunkeln.

Meditation –

Gedanken, die am Ufer

des Seins verebben …..

Himmelssilberfisch

glänzt im Sommersonnenblau.

Zieht Traumspur nach sich.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.