Dieter Beckmann

1936 – 2015

 

in Stettin (Pommern)

lebt heute in Bocholt (Westfalen)

Kurz-Vita

Volksschule. Elektriker in Lübeck (1951-54). 10 Jahre Handwerk und Seefahrt. 37 Jahre in der Theatertechnik tätig (Beleuchtungs- und Theatermeister).

Veröffentlichungen

Lyrik, Haiku, Kurzgeschichten usw. in ca. 70 Anthologien.

„Er lenkte im Silberlot den magnetischen Fluss“ – Gedichtband, Wolfgang Fietkau Verlag, Reihe „Schritte 32“, 1978.


Die Schaukel bewegt

sich wie von selbst. Der Herbst spielt

mit dem letzten Blatt.

Wo ist der große

Gärtner? – Im ganzen Tal blüht

plötzlich roter Mohn.

Piet zeigt nach oben:

Diese Sommerwolke trägt

dann im Winter Schnee.

Grandma gibt ihnen

heimlich Namen: Dohlen, die

jetzt hier zuhause sind.

Das Kornfeld neigt sich.

Der Mond legt weiße Schleier.

Morgen wird gemäht.

Die verlassenen

Nester der Störche stehen

im Regen schräg da.

Die Nachtigall schweigt, –

und es beginnt am Teich das

große Froschkonzert.

Grandma zählt alles,

und das Geld im Strumpf. Frühling,

Sommer, Herbst und Herbst …

Herbststurm. – Unser Boot

reißt sich los und geht ohne

uns auf Kurs: Heimat.

Der traurige Piet

kann wieder lachen: Endlich

kommt ein Regentag.


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