Hildegard Betz

geboren 1939

lebt heute in Baumgarten Kreis Freising

 

Kurz-Vita

Mit Haiku infiziert, als sie 1956 das Büchlein
„Vollmond und Zikadenklänge“ in die Hand nahm.
Die „Inkubationszeit“ betrug exakt 57 Jahre, dann
ist das „Fieber“ ausgebrochen, die schönste Krankheit,
die sie je hatte und die mittlerweile chronisch geworden
ist. Besonders begeistern kann sie sich für Haiga, die sie
mit eigenen Fotos gestaltet.

 

Veröffentlichungen

Verschiedene Veröffentlichungen im Eigenverlag und in Anthologien.
www.hildegard-betz.de

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Auf leisen Schwingen
enteilen die Monate.
Windhauch des Lebens.

Frühlingserwachen.
Der Wettlauf des Grüns beginnt.
Die Grille pfeift an.

Erste Erdbeeren.
Leuchtend rote Verführung.
Schnecken im Anmarsch.

Blütenreigen
in Abendsonnen – Röte.
Schwebende Elfen.

Klare Sommernacht.
Und plötzlich hoch am Himmel
Sternschnuppen – Regen.

Abgeräumtes Feld.
Die Ackerkrume atmet
aus dem Mauseloch.

Ahorn im Herbstbrand.
Lodernd gibt der Sommer ein
Abschieds – Feuerwerk.

Schmetterlings – Puppe
prall an der Zimmerdecke.
Fenster geöffnet.

Christrosen im Schnee
offenbaren den Durchbruch
vom Dunkel zum Licht.

Sonnenstraße quert
dunkelste Schattenseiten.
Lichtspur des Himmels.

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