Haiku, Senryû, Fotos und mehr …

In der Gedok Galerie in Stuttgart, Hölderlinstr. 17, findet vom 23. bis zum 26. März 2017, 16.00 Uhr unter dem Titel »Fliegender Wechsel« eine Ausstellung mit unterschiedlichen Skizzen zum Warten an der  Bushaltestelle statt. Die Ausstellungseröffnung am 23. März beginnt um 19.30 Uhr.

Bus-Haltestellen sind Nicht-Orte, Transit-Orte, manchmal Knotenpunkte – man hält sich dort auf, um möglichst schnell wegzukommen, und wartet. Statt nur zu warten, lässt sich in dieser Zeit, ohne Smartphone/Handy, die Wahrnehmung zurückerobern! Was ist merkwürdig in ihrem jeweiligen urbanen Kontext, welche absurde Topographie erstellen sie mit ihren Namen? Haltestellen sind Bauwerke, Menschentreffs, Werbeflächen, Abfalldeponien, Pflanzen-Biotope.
„Wartezeiten“ ist ein Experiment zur ErFAHRung von Zeit und Urbanität beim Warten auf den nächsten Bus, begrenzt auf diese Zeitspanne des Dazwischen. Die Zeit dehnt sich nicht nur im Fahrplanrhythmus, sondern auch im individuellen Empfinden, wenn der Bus mal wieder früher gekommen und vorbei gebraust ist, weil niemand wartet, oder später kommt, bis zum Ausfall und sie verkürzt sich beim intensiven Beobachten. Die Wartezeit wird getaktet von Tages- und Jahreszeit, und durch das rhythmische unausweichliche Geräusch des Wechsels von Reklamebändern.
Die Bus-Linie 43 verspricht „Stuttgart erleben – mit nur einer Buslinie Sightseeing im Linienverkehr.“ Künstlerinnen/Literatinnen sind diesem Versprechen gefolgt, haben Eindrücke / Aufdrücke / Abdrücke gesammelt: sehend, hörend, schreibend, zeichnend, tonempfangend und fotografierend –  spontan und dem Zeitfaktor angemessenen. Ausdrucksweisen sind: Skizze, Sammlung, Foto – Haiku und Senryū.

Die Künstler sind: Anne Bernard Bedouet, Helga Danzer, Karin Förster, Wolfgang Haenle, Inge Koch, Carmen Kotarski, Ursula Krebs, Ingrid Schütz, Jutta Weber-Bock

Öffnungszeiten:
Fr 16 – 19:00 Uhr 
Sa zur Langen Nacht der Museen 19 – 2:00 Uhr (mit Kurzlesungen zu jeder halben Stunde) 
So 13 – 16:00 Uhr

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