Der Vorstand der DHG trauert um …

Marion Naumann d‘Alnoncourt, die am 7. Oktober 2011 gestorben ist.

 

Mein Weg zum Haiku führte über die Kunst des Ikebana, mit der ich mich seit vielen Jahren beschäftige. In beiden japanischen „Wegen“ geht es darum, eine bisher unsichtbare Eigenschaft des Betrachteten zu entdecken und durch eine neue Zusammenstellung der Bilder, beziehungsweise des Materials, erlebbar zu machen.

Im Ikebana sind es oft wertlose Fundstücke, ein Blatt, das Blei einer Regenrinne, verrostete Metallteile, Treibholz …, deren Schönheit ich in einer neuen Ordnung aufscheinen lassen möchte.

Im Haiku sind es häufig unscheinbare Erlebnisse und Wahrnehmungen, die ich wie eine Momentaufnahme festzuhalten versuche.

Marion Naumann d‘Alnoncourt, Essen, im Februar 2011, Vorbemerkungen zu ihrem Buch „Haiku“

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