Annelie Kelch

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geboren 1949

in Glückstadt / Elbe

 

 

 

Kurz-Vita

Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten; danach fast zwanzig Jahre lang Hausfrau und Mutter; später bei Gerichten, in Rechtsanwalts- und Notariatskanzleien, bei der Kripo und bei Verlagen gearbeitet; seit fast zwei Jahren „in Rente“.

Seit September 2016 Mitglied bei der Deutschen Haiku-Gesellschaft e.V.; seit Oktober 2016 Mitglied bei Amnesty International; vor ca. zwei Jahren mit Begeisterung Bashô und Issa gelesen; seither übe ich mich im Haiku-Schreiben.

Veröffentlichungen

Lyrik und Prosa in Zeitungen/Literaturzeitschriften und vielen Anthologien 
zweiter Platz beim Kurzgeschichtenwettbewerb Herbert Utz Verlag 2011/12 
dritter Platz beim Lyrikwettbewerb des Lorbeerverlags 2015 
unter den 100 Besten bei der sehr umfangreichen Anthologie „Bibliothek Deutscher Gedichte 2016“
Veröffentlichungen seit dem 16. Lebensjahr – mit langen Pausen dazwischen; drei Bücher geschrieben, aber noch keinem Verlag angeboten.

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Ins Korn
sinken die Augen des Mohns
Herbst pfeift den Vogelzug an

 

So kurz das Leben –
Sturz eines Regentropfens
über mein Dachfenster

 

In Flammen
steht der Mohn
ausgelöscht sind alle Wintergedanken

 

Herbst
lässt Haselnuss reifen
zum Spiel unter Raben

 

Heut‘ schlug mir ein Herz –
zwei Pflaumen
siamesisch zusammengefügt

 

Herbst –
ein sterbender Schwan treibt aus der Bucht
Wohin? – Was geschieht mit uns?

 

In Marthas Küche
kämpft die gestutzte Rose
um den letzten Dorn

 

Der Herbst ist krank –
Vieh ersoff, Deiche brachen
auch mich holte die Flut

 

Waldweg
die Losung des Rehs
Kaffeebohnen – vom Käfervolk goutiert

 

Gefahr im Verzug!,
kreischt Herr Häher Tack!,
dankt ihm Frau Buntspecht