Herbstsonne.
Der Schatten des Mädchens
geht auf Stelzen.
Abendsonne.
Jemand tritt ein
ohne anzuklopfen.
abbruchviertel -
ein grundriss voll
von wildem mohn
In die Weinlese
die Glocke, bang und leise,
in den Nachmittag
Durch die Winternacht
das Brechen eines Astes -
Stille wie zuvor
Kirschkerne spucken ...
So weit
wie früher!
Brütende Hitze
beim Arzt warten geduldig
zwei Regenschirme
erster schnee
den ganzen morgen
kein wort
Schlaflos -
auf dem Kissen neben mir
Mondlicht
Wolken am Hügel -
der Hund des Schäfers treibt sie
höher und höher.
Sinkende Sonne.
Die letzten Strahlen reichen
tiefer in den Wald.
Nächtliche Stille -
eine Nuss
fällt aus dem Mond
Auf der Fähre -
am anderen Ufer
wartet niemand
Der Sommermond -
beim Entkleiden spüre ich
vollere Brüste
Vaters Motorradjacke
nach 50 Jahren
wieder auf Tour
Neuschnee
nachts
sein eigenes Licht
Allein -
ihre Winterdecke
noch über meine
es wär' nur ein Schritt -
unter der Felskanzel
die weißen Wolken
endlos verschneite weite
nichts zeichnet sich ab
tiefer einsinken
Stromausfall.
In der Wohnung des Nachbarn
spielt jemand Klavier.
Überfüllter Zug.
Auf die beschlagene Scheibe
malt sie ein Herz.
Der Vorhang fällt
vor reglosen Krähen
Schnee ohne Ende
im herrgottswinkel
pinocchio die sonnenblume
betrachtend
vor meinem fenster
der tanz der männerbeine
auf dem baugerüst
das gesicht
des clowns -
nach der vorstellung
keine Worte
für das Licht, das
mich streifte
In mein Briafkastl
hat a klane Meisn a Nest.
Schreib ma liaba net.
diese Nachtigall
sie meint mich
Leere Räume
nach der Trennung
in allen der Mond
Der Kahn legt leicht an.
Im Park, gilbend und rötlich,
rasselt etwas Laub.
An der Quelle -
Wir hören dem Wasser
beim Fließen zu
Ausverkauft.
Aber sie schenkt mir
ein Lächeln.
irgendwo musik
dem alten quadrillehengst
zucken die ohren