Klaus-Dieter Wirth
in Neuss am Rhein
lebt heute teils in Viersen (Ndrh.) und in Burg (Mosel)
Kurz-Vita
Neuphilologe (Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch) im Höheren Lehrbetrieb (Gymnasium, Universität Düsseldorf). Erster Kontakt mit dem Haiku 1967, nach der Pensionierung intensive Beschäftigung mit diesem Genre, aktives Mitglied in den Haiku-Gesellschaften von GB (BHS), USA (HSA), CAN (HSC), F (AFH), NL (HKN), D (DHG) und weiteren ausländischen Haiku-Zeitschriften, zuletzt im Internetmagazin Chrysanthemum und der niederländisch-englischen Publikation Whirligig. Diverse Preisauszeichnungen.
Veröffentlichungen
In den Jahresanthologien der BHS, der HSA , vom HKN/HCV, der HSC. „Haiku mit Köpfchen“ Hamburger Haiku Verlag 2003-2005. Haiku-heute-Jahrbücher, Wolkenpfad Verlag, 2007-2009. „Tiefe des Augenblicks“ - Essays, Hamburger Haiku Verlag, 2004. “D'un ciel à l'autre” - Anthologie (AFH), 2006. “Euro-Haiku” - Anthology, Iron Press, 2007. „Les trois Japons“ - André Duhaine , Klaus-Dieter Wirth , Patrick Blanche, (AFH), 2007. „Dix vues du haiku“ - (AFH), 2007. Pers. Feature in Chrysanthemum 7, 2010.
früher Nachmittag
im Teich schnappt ein Karpfen nach
einem Sonnenfleck
Birken im Schnee
totenstill das Geheimnis
der Rindenrunen
im Salzbergwerk
ein Irrgarten von Stollen
über Tage Frühling
Rindergebrüll
das Flirren der warmen Luft
hält an
Geranienrot
feuriger als der heiße Tag
ein Milanschrei
Schneeschmelze
schneller die Dunkelheit
ein Hauch von Jasmin
auch ohne
den offenen Kamin – Großvater
hackt weiter Holz
am Aletschgletscher
Sinfonie aus Firn und Fels
in Eiszeitstille
Wasserringe
immer weiter, vager, aus-
laufende Stille
Inselabtei
winterstill im Eis
die Abendsonne
