Klaus Balzer
in Triebswetter
lebt heute in Engelsbrand
Kurz-Vita
1970-74 Studium, seit 1983 Lehrer im Nordschwarzwald.
Veröffentlichungen
Lyrik seit 1969 in Zeitungen, Zeitschriften, Kalendern, Anthologien, Haiku-Veröffentlichungen seit 2000.
Flüsse und Seen
Spinnen sich im Spätherbst in
Nebelbänke ein …
Nebel huscht über
die Terrasse – ein Vorhang,
der zu- und aufgeht …
Kahle Äste an
den blauen Himmel gemalt –
beim Wandern im Wald …
Lautlos fällt der Schnee,
ohne Widerstand ergibt
sich das weite Land …
Schwalben in Sturzflug
über der Stadt, doch es herrscht
hier tiefster Frieden …
Schmetterlinge vor
der Hecke – als wären es
fliegende Blüten …
In grellster Sonne
scheint der Berg auf Wolken im
See kopfzustehen …
Die Schwalbennester
unterm Dach verwaist, Spinnen
halten die Stellung …
Verschneite Tannen,
an den Horizont gepinnt,
vom Fenster gerahmt …
Der Schnee auf dem Dach
weit vornübergebeugt, als
schütze er das Haus …
