Hermann J. Mürmann
in Bochum
lebt heute in Nottuln
Kurz-Vita
Studium der Sozialarbeit, Psychologie und Pädagogik. Seit 1983 in freier Praxis als approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Schwerpunkt Psychotraumatologie. Seit 1979 Praxis des Zen in der Rinsei- und Soto Tradition und Zen in der Kunst des Bogenschießens. 1989 Gründung des Zendo „Dharma Do“ in Nottuln.
Veröffentlichungen
„Den letzten Apfel...“, Haiku und Kohlezeichnungen, Weiden, 2002;
„Aufrecht am Teiche...“, Haiku und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2005;
„Gleich einer Lilie“, Gedichte und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2009;
„Sternenstille“, Gedichte und Kohlezeichnungen, Nottuln, 2010;
„Oliven ernten ist wie das Sammeln von Edelsteinen“, deutsch/italienisch, Nottuln, 2010;
„Der Shakuhachi Meister“, deutsch/japanisch, Nottuln, 2010.
Veröffentlichung von fünf Bilderbüchern.
Dem großen Buddha
hat auf den Kopf geschissen
die schwarze Amsel.
Verloren ging heut
unter weißer Schneedecke
Der Frühlingsanfang.
Sein Orangerot
wirft in das Novembergrau
das Pfaffenhütchen.
Tautropfen glitzernd
auf sonnigem grünen Moos -
Göttliches Lächeln.
Mit liebevoller Macht
wischt hinweg die Frühlingslust
des Winters Kahlheit.
Die Rose berührt
weder Geburt noch Tod
in diesem Sommer.
Die Vergänglichkeit
sich zeigt im Gesicht der Frau
Dahlien so frisch.
Ihr prachtvolles Kleid
trägt die Deuzinie erstmals
zum Kuckucksgesang.
Birkenblätter welk
Verstecken den Kiesweg ganz
Bambusbesenzeit.
Schon zeigen sich klar
im Todesfall der Blätter
Knospen lieblich zart.
