Edgar Nahrath

geboren im Jahr 1942

in Ahlen (Westfalen)

lebt heute in Sachsen

Kurz-Vita

Beruf: ehemals Notar in Ahlen, 1980-1991; bis zur Rente Notar in Aue 1991-2011. Schreibe seit 1989 so für mich und Freunde japanische Kurzlyrik, stets in 5/7/5-Silben-Form, jährlich einen Leitzordner voll.

Veröffentlichungen

„Die Langes“ - historisches Buch.

Diverse Artikel und Broschüren sowie Gedichte für Heimatbücher, Herausgeber von „Schriftenreihe der Körner Gesellschaft Bockau“.

„Jakobsweg“ - Reisebericht in japanischer Gedichtform.

 

www.tarhane.de


Abendsonne liegt

auf dem Hang gegenüber.

Kühe wärmt sie noch.

Steil sind die Felsen

über die der Fluss tief stürzt.

Er lässt es krachen!

Ein Fleckenteppich

deckt, durchzieht das Himmelszelt, -

vom Wind getrieben.

Gelber Löwenzahn

mischt das Grün des Rasens auf,

neben einem Beet.

Durch das Ufergrün,

dort, fressen sich zwei Schwäne,

Entengrütze ist’s.

Leer der Sahnetopf.

Unbefleckt die Tischdecke.

Kaffee mag Max nicht.

Wütend der Dackel.

Die Katze putzt sich im Baum.

Er hebt dann das Bein.

Die Waldlichtung quert

gemächlich ein Schmetterling,

im kräftigen Gelb.

Gegen Mittag hin

verklingt, schwächelnd fern, Donner.

Ruhig äst ein Reh.

Der Stachelbeerbaum

ist fleißig im Blattansatz.

Der Birnbaum schläft noch.