Conrad Miesen

geboren im Jahr 1952

in Neuwied am Rhein

lebt heute in Anhausen im Westerwald

Kurz-Vita

Studium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Bonn und Köln, Magister Artium 1978. Mit der Malerin Annelie Meinhardt-Miesen verheiratet; seit 1997 Pflegevater von Sarah und Michael. Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter (Einkäufer) in einem Industriebetrieb. Schwerpunkte des Schreibens im Bereich Lyrik, Kurzprosa, Hörspiel und Essay.

Veröffentlichungen

3 Bände mit längeren Gedichten (1984 , 1987 und 2000).

„Wind auf der Wasserhaut“, Graphikum Verlag, 1999, Haiku-Preis zum Eulenwinkel;

„Auf Bashos Spuren. Haiku, Senryu und Tanka aus 2 Jahrzehnten“, 2002, Haijin-Verlag

sowie einige andere Broschüren mit Haiku, Senryu, Tanka und Partnerdichtungen nach

japanischem Vorbild.

„Flammen aus der Asche. Essays zum Werk von Günter Eich.“, Wiesenburg Verlag, 2003.


Schneeschmelze im Baum.

Ein Trappist hört das Knacken

jedes Eiskristalls

Apollo-Falter

tanzt über dem Brunnenrand ...

Zisternentiefe

Im Ferienhaus

empfängt uns wahrhaft innig

die Stechfliegenschar –

Rennt um ihr Leben:

Ameise auf der Mauer,

als ich mich stütze

Auf kahlen Feldern

Gezeter und Attacken –

Krähenkonferenz

Trotz Hosianna

und Palmenwedel – kam nicht

auf den grünen Zweig

Doppelt behutsam

am Zeugnistag der Kinder

‚Gute Nacht’ gesagt

Zwölf Stufen abwärts

beginnt eine andere Welt –

Keller im Juli

Nacht hat ihre

Sprache gefunden – Zwei Käuze

vor meinem Fenster

Kaminholz glüht auf –

Was mir heut misslungen war

werf ich hinterher