Conrad Miesen
in Neuwied am Rhein
lebt heute in Anhausen im Westerwald
Kurz-Vita
Studium der Germanistik, Philosophie und Pädagogik in Bonn und Köln, Magister Artium 1978. Mit der Malerin Annelie Meinhardt-Miesen verheiratet; seit 1997 Pflegevater von Sarah und Michael. Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter (Einkäufer) in einem Industriebetrieb. Schwerpunkte des Schreibens im Bereich Lyrik, Kurzprosa, Hörspiel und Essay.
Veröffentlichungen
3 Bände mit längeren Gedichten (1984 , 1987 und 2000).
„Wind auf der Wasserhaut“, Graphikum Verlag, 1999, Haiku-Preis zum Eulenwinkel;
„Auf Bashos Spuren. Haiku, Senryu und Tanka aus 2 Jahrzehnten“, 2002, Haijin-Verlag
sowie einige andere Broschüren mit Haiku, Senryu, Tanka und Partnerdichtungen nach
japanischem Vorbild.
„Flammen aus der Asche. Essays zum Werk von Günter Eich.“, Wiesenburg Verlag, 2003.
Schneeschmelze im Baum.
Ein Trappist hört das Knacken
jedes Eiskristalls
Apollo-Falter
tanzt über dem Brunnenrand ...
Zisternentiefe
Im Ferienhaus
empfängt uns wahrhaft innig
die Stechfliegenschar –
Rennt um ihr Leben:
Ameise auf der Mauer,
als ich mich stütze
Auf kahlen Feldern
Gezeter und Attacken –
Krähenkonferenz
Trotz Hosianna
und Palmenwedel – kam nicht
auf den grünen Zweig
Doppelt behutsam
am Zeugnistag der Kinder
‚Gute Nacht’ gesagt
Zwölf Stufen abwärts
beginnt eine andere Welt –
Keller im Juli
Nacht hat ihre
Sprache gefunden – Zwei Käuze
vor meinem Fenster
Kaminholz glüht auf –
Was mir heut misslungen war
werf ich hinterher
