Brigitte Doleschel
in Neuwied
lebt heute in Essen
Kurz-Vita
Beruflich: Ausbildung als Dipl.-Ing. Gesteinshüttenkunde an der RWTH Aachen, seit 1985 Conference Manager von Seminaren und Fachtagungen für Ingenieure.
Künstlerisch: Vielleserin, „Leben in Büchern“, erste Begegnung und Liebe zum Haiku seit 1995, eigene Haiku und Tanka seit 2007, Materialcollagen und Miniaturen aus Steinen, Versteinerungen, Perlen und Metall seit 1987,
Formgebung in Wachs seit 2009, erste Figuren in Bronzeguss 2009/2010, Torii Fotografie seit 2010.
Veröffentlichungen
in SOMMERGRAS.
www.vulkanrot.de (in Planung)
Fische und Vögel
tauchen auf gehen unter
im Lichtblau des Traums
reißend windet sich
Rinde uralter Bäume
reptiliengleich
Inspiration
am Rand der Schatten des Lichts
tanzen Figuren
Selbst die Libelle
beugt sich der Schwerkraft abends
vor dem Gewitter
Mit ‘ nem Haiku auf
den Lippen versank sie süß
o ‘ tief Entzücken
Raupenmädchen spinnt
zartes Seidenfädchen weht
wie ein Hauch im Wind
Wo wenig Licht isst
auch kein Schatten Seele auf
Dämonenruhe
Ausgebrochene
Schatten tanzen hautlos im
Licht. Unerhörte
Scherenschnitte hängen an
Windfäden. Im Puppenspiel.
Wie hat der Baum im
Sommer mit dem Wind gescherzt
der Sonne gelacht
Farben hervorgebracht die
Säfte zurückgezogen
Ward heut sehr still als
schaurig ungelogen mit
eiseskalter Bö
das letzte grüne Blatt ins
Meer des Laubs verflogen
