Frankfurter Haiku-Kreis
1983 schlug die Geburtsstunde des Frankfurter Haiku-Kreises, der sich 1988 in die frisch gegründete Deutsche Haiku Gesellschaft (DHG) integrierte und ab diesem Zeitpunkt zu einer vielbeachteten Institution im hessischen Raum wurde. Die Angebotspalette des unter der rührigen Leitung von E. Schwalm mustergültig geleiteten Kreises, reichte von regelmäßig veranstalteten Seminaren mit ständig wechselnden Gastrednern über Workshops und öffentliche Lesungen bis zu zwei organisierten Studienreisen, während der die Teilnehmer von Mitgliedern der drei größten japanischen Haiku-Gesellschaften abwechselnd betreut wurden.
Der Frankfurter Haiku-Kreis errang nicht nur den Förderpreis der DHG, seine Mitglieder veröffentlichten teilweise auch eigene Bücher oder waren in Anthologien, der Zeitung oder literarischen Zeitschriften wiederzufinden. Es wurden Ehrenpreise im Rahmen von Wettbewerben gewonnen und die rege Öffentlichkeitsarbeit in der Presse dargestellt.
Der Frankfurter Haiku-Kreis war nicht bloß ein Zusammenschluss von Hobbyisten, sondern auch eine Anlaufstation für Schriftsteller des hessischen Autorenverbandes und andere Interessierte. Vor allem war es aber ein geselliger Kreis von Menschen, die viel Freude am Miteinander hatten, was durch zahlreich durchgeführte "Privatveranstaltungen" eindrucksvoll dokumentiert wurde.
Der legendäre Frankfurter Haiku-Kreis, über den in den alten Vierteljahresschriften immer wieder berichtet wurde, ist seit dem Tod der Begründerin, Frau Erika Schwalm, in die Bedeutungslosigkeit zurück gefallen. Da gibt es keine renommierten Gastredner (wie z.B. David Cobb, Hubertus Thum, Gerd Börner und zahlreiche andere Großen aus der Haiku-Szene), keine von uns ausgerichteten Workshops, keine Lesungen vor Publikum oder die von einem Trompeter untermalten und einem Schauspieler gelesenen Haiku aus unserem Kreis, ein Arrangement, das dann als CD veröffentlicht wurde.
Wir (so zwischen 10 bis 15 Haiku-Interessierte) sind aktuell führungslos, treffen uns aber weiterhin vier Mal im Jahr, was durch die großzügige Unterstützung der in Frankfurt ansässigen Deutsch Japanischen-Gesellschaft möglich wird, die für uns die Saalmiete sponsert. Zur Reanimierung des Haiku-Schreibens wurden im vergangenen Jahr zusätzliche monatliche Treffen verabredet, die in einem Restaurant des Frankfurter Hauptbahnhofs stattfinden.
Ein „uns“ charakterisierendes Haiku, das in einem Restaurant „über den Gleisen“ zum Thema „Bahnhof“ entstand:
Über den Gleisen...
der Frankfurter Haiku-Kreis
ganz ohne Fahrplan.
Das nächste Haiku-Treffen:
30.04.2011: Haiku zum Thema „Haare“
Das weitere Programm in diesem Jahr:
30.07.2011: Eine Wanderung durch die Natur (Thema noch nicht festgelegt)
29.10.2011: (Thema noch nicht festgelegt)
Wer sich für uns interessiert und mitmachen und eine Einladung erhalten möchte, meldet sich bei
Georges Hartmann, Saalburgallee 39 - 41, 60385 Frankfurt
Tel.: 069/459433
Fax: 03222 241 753 0